Finalisten myidea-Challenge 2026

myidea-Challenge 2026: Berufslernende mit starken Ideen und viel Umsetzungskraft

Solothurn, 24. März 2026

Voll besetzte Aula, gespannte Stimmung und spürbarer Unternehmergeist: Am nationalen Final der myidea-Challenge 2026 am BBZ Solothurn-Grenchen wurde eindrucksvoll sichtbar, was möglich ist, wenn Berufslernende Raum für ihre Ideen erhalten. Rund 150 Gäste verfolgten die Pitches der Finalteams mit grossem Interesse.

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold eröffnete mit einem klaren Statement: «Statt Kritik brauche es Vertrauen in die junge Generation Z.» Flexibilität, Mut und Eigeninitiative seien heute entscheidend. Eigenschaften, die an diesem Nachmittag mehrfach sichtbar wurden.

Austragungsort und Highlights des Wettbewerbs
Der Live-Event zur diesjährigen «myidea-Challenge» fand am Dienstag, 24. März 2026, am Berufsbildungszentrum BBZ Solothurn-Grenchen statt. Durch das Programm führten Bernhard Beutler (Direktor des BBZ Solothurn-Grenchen) und Regula Buob (Startup-Expertin und Board Member des BBZ Solothurn-Grenchen).

Pitch-Sessions vor hochkarätigen Jurys
Den Auftakt bildeten die Pitch-Sessions der Finalteams in den Kategorien «(Social) Business Idea» und «Real Market», moderiert von Prof. Dr. Susan Müller (szUDH). Eine Jury mit Wirtschafts- und Entrepreneurshipkompetenz, bestehend aus Joana Lenhard (mylife Diabetes Care AG), Michael Käsermann (BDO AG) und Aron Braun (Business Angel und Dozent an der Berner Fachhochschule), stellte in einem an «Die Höhle der Löwen» angelehnten Setting Fragen und bewertete anschliessend die Geschäftsideen.

In der Kategorie «Fight Fake News», moderiert von Georg Berger (szUDH), überzeugten die Teams mit Projekten, die gezielt Desinformation und Fake News entgegenwirken sollen. Die Jury setzte sich aus Medienexperten zusammen: Damian Haas (SRF Kids), Andrina Schmid (Use the News) und Martin Baumann (Medienpädagoge, SRG Ostschweiz).

Die Lernenden präsentierten ihre Projekte überzeugend und beantworteten die Fragen der Jurys souverän. Die Ideen waren kreativ, anwendungsnah und bezogen sich auf konkrete Herausforderungen aus dem Alltag. Wie aus einer Idee ein konkretes Produkt entstehen kann, zeigte das Vorjahresprojekt ReBag mit bereits über 150 verkauften Taschen und wertvollen Praxiserfahrungen. Ergänzt wurde das Programm durch Startup-Gründer Janik Meier (Findmee), der offen über seinen Weg, Hürden und die Bedeutung von Durchhaltevermögen sprach.

Bei der Preisverleihung betonte Regierungsrat Mathias Stricker: Bereits der Auftritt vor Jury und Publikum sei eine beachtliche Leistung – unabhängig vom Ergebnis.

Die Gewinnerprojekte im Überblick:
In der Kategorie «(Social) Business Idea» gewann Ilaria Nogara mit Stand-By (BBZ Olten). Einer App zur anonymen Unterstützung von Berufsschüler:innen und zur Sensibilisierung für Mobbing. Dahinter folgten die beiden Zweitplatzierten: BaBu (gibb Bern) mit Lionel Müller, Kimi Löffel und Marc Egli sowie Modular Tool Box (CPT SPAI Locarno) mit Davide Turci, Tamò Loogan und Luigi Avagnano.

In der Kategorie «Real Market» setzte sich GoHot (WMS Luzern) mit selbstheizenden Lunchboxen durch; beteiligt waren Deniz Zorlu, Nando Fähndrich, Leona Herzig, Marco Curcillo, Nevio Zemp und Enea Casalino. Platz zwei belegte Terarix (BBZ Olten) mit Nolan Mischler und Jay Leo Smith, gefolgt von Back2Gather (BBZ Olten) mit Lucie Müller und Jaweeriya Bayle Musse.

In der Kategorie «Fight Fake News» gewann trecho (BFS Baden) mit einem WhatsApp-Bot zur Erkennung problematischer Inhalte, umgesetzt von Jana Sophia Störi und Elina von Flüe. Es folgten «Grosse Fragen, kleine Geschichten» (BBZ Solothurn-Grenchen) von Alexandra Koch und Mona Sue Büttiker sowie TOP OR FLOP (GIBS Solothurn) mit Abdurrahman Efe Özdemir und Imzan Bajrami.

Die drei Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von 1’000 Franken und vertreten die Schweiz am YouthStart European Entrepreneurship Award vom 23.10. bis 26.10.2026 in Skopje (Nordmazedonien). Die vollständigen Gewinnerteams werden in den kommenden Tagen auf myidea.ch publiziert.

Der Sonderpreis für kritisches Denken wurde ohne Rangierung an Philip Lehmann (VarioKit; BZWU Uzwil/Wil), Lionel Müller (BaBu, gibb Bern) und Nija Vigliotti (MediKey; TFBS Bern) verliehen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des «Fritz Oser Award for Visionary Teaching» an Mélanie Schwarz und Lin Rosenberger, welcher feierlich von Prof. Dr. Eveline Gutzwiller-Helfenfinger (szUDH) überreicht wurde. Dies unterstreicht die zentrale Rolle engagierter Lehrpersonen bei der Förderung unternehmerischer Kompetenzen im Rahmen des neuen Lehrplans für den Detailhandel. Beim anschliessenden Networking-Apéro wurde weiterdiskutiert, vernetzt und inspiriert. Fazit: viele Ideen, viel Energie und ein klarer Blick in eine unternehmerische Zukunft.

Das szUDH als Treiber von Innovation
Hinter dem Lernprogramm myidea und der «myidea-Challenge» steht das Schweizerische Zentrum für Unternehmerisches Denken und Handeln (szUDH). «Die Förderung unternehmerischer Fähigkeiten ist essenziell für die Zukunft unseres Landes», sagt Georg Berger, Präsident des szUDH. Die Initiative stärkt junge Talente und fördert Innovation. Das Lernprogramm myidea wird durch das szUDH bereitgestellt und dank der Unterstützung von Sponsoren wie SRG SSR, der Gebert Rüf Stiftung, der VHB Stiftung und der Dätwyler Stiftung ermöglicht.

myidea auf einen Blick
✨ Lernende entwickeln über mehrere Wochen ihre eigene unternehmerische Idee
✨ Einsatz im allgemeinbildenden Unterricht (ABU) oder lernortübergreifend in ABU und Berufskundeunterricht
✨ Rund 500 geschulte Lehrpersonen
✨ Rund 7’000 Lernende pro Jahr
✨ Materialien kostenlos in drei Sprachen auf myidea.ch

Kontakt für Medienanfragen:
Georg Berger, Präsident szUDH: georg.berger@dbk.so.ch
Prof. Dr. Susan Müller, Vizepräsidentin szUDH: susan.mueller@bfh.ch